Excerpt from Kant’s Vorrede to the 2nd edition of the 1st Critique

I’m posting this here for now just in the original German. My translation will be added at some later date:

“Als Galilei seine Kugeln die schiefe Fläche mit einer von ihm selbst gewählten Schwere herabrollen, oder Torricelli die Luft ein Gewicht, was er sich zum voraus dem einer ihm bekannten Wassersäule gleich gedacht hatte, tragen ließ, oder in noch späterer Zeit Stahl Metalle in Kalk und diesen wiederum in Metall verwandelte, in dem er ihnen etwas entzog und wiedergab: so ging allen Naturforschern ein Licht auf. Sie begriffen, daß die Vernunft nur das einsieht, was sie selbst nach ihrem Entwurfe hervorbringt, daß sie mit Prinzipien ihrer Urteile nach beständigen Gesetzen vorangehen und die Natur nötigen müsse, auf ihre Fragen zu antworten, nicht aber sich von ihr allein gleichsam am Leitbande gängeln lassen müsse; denn sonst hängen zufällige, nach keinem vorher entworfenen Plane gemachte Beobachtungen gar nicht in einem notwendigen Gesetze zusammen, welches doch die Vernunft sucht und bedarf.”

The law or rule (Gesetz) is the place where all observations, if made properly, come together and are joined into a whole. In a manner somewhat similar here to Nicholas of Cusa in his account of the difference between mathematical knowledge and knowledge of nature, Kant informs us that reason will only understand something if that something is the product of its own creation or invention (Entwurf). That the judgements of reason are only made in virtue of certain principles which it has, and so that Nature must be, as it were, made to answer the questions that these principles want to ask, or compel reason to ask. But what are these principles? More about that later. // DPO’C.

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